Paneer Tikka Spieße mit Kichererbsen-Curry

Paneer Tikka ist einer dieser indischen Klassiker, die man kennt, aber irgendwie nie selbst macht. Dabei ist das Konzept denkbar simpel: Käse marinieren, aufspießen, grillen. Was dabei rauskommt, ist außen leicht gebräunt mit ein paar Röstaromen, innen cremig-mild – und mit der richtigen Marinade eine absolute Geschmacksbombe.

Ich kombiniere die Spieße hier mit dem High Protein Chickpea Lentil Curry von Freda und einem grünen Joghurt-Koriander-Dip – das ergibt ein Gericht, das satt macht (ok, sofern man Koriander mag!), proteinreich ist und trotzdem nicht schwer im Magen liegt. Und wer Paneer noch nie selbst gemacht hat: Es ist wirklich einfacher als gedacht, und ich erkläre es weiter unten Schritt für Schritt.

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Paneer selbst machen – lohnt sich das?

Ich sag’s, wie’s ist: Ja! Paneer ist nichts anderes als ein ganz simpler Frischkäse, das einzige, was Du dafür benötigst, ist Vollmilch, Zitronensaft oder Essig und 20 Minuten Zeit. Dafür hast Du dann aber auch ein Produkt, bei dem Du ganz genau weißt, was drin ist, Du Dir stolz auf die Schulter klopfen kannst. Und im Schnitt günstiger als die abgepackten Varianten ist es obendrein auch noch.

Gekaufter Paneer funktioniert natürlich auch, aber selbstgemachter ist milder und frischer. Plus, Du kannst die Textur ein Stückweit selbst bestimmen. Was für die Zubereitung übrigens empfehlenswert ist: Eine kleine Presse, wie man sie für Tofu und Co. verwendet. Meine habe ich online gefunden und die 20 € schon sowas von wieder rausgeholt. Falls Dir das zu kompliziert ist und Du mit einer etwas „organischeren Form“ leben kannst: Kein Problem, ein Küchentuch plus Sieb tun es auch.

Die Marinade macht den Unterschied

Paneer Tikka lebt von der Marinade. Die klassische Basis ist Joghurt – er macht den Käse zart und hilft den Gewürzen, sich festzusetzen. Dazu kommen:

  • Kurkuma für Farbe und einen leicht erdigen Ton
  • Koriander und Kreuzkümmel als geschmackliche Basis
  • Chili für den gewissen Kick – die Menge dosiert Ihr nach Geschmack
  • Ingwer und Knoblauch, gerne frisch gerieben, wer wie ich ein bisschen faul ist, hat ein Glas im Kühlschrank stehen
  • Limettensaft für Frische

Ihr solltet dem Paneer mindestens 30 Minuten in der Marinade gönnen, noch besser: Lasst alles über Nacht im Kühlschrank ziehen. Wer keine Zeit hat: Auch 15 Minuten sind besser als nix 😉

Airfryer, Grillpfanne oder Grill?

Beides funktioniert gut, aber mit leicht unterschiedlichem Ergebnis:

  • Airfryer: Gleichmäßigere Hitze, weniger Aufwand, die Spieße werden rundherum knusprig ohne viel Fett. Muss als jemand, der das Konzept Airfryer meist unnötig findet, tatsächlich sagen: Die Heißluftdritte wäre hier meine erste Wahl für den Alltag.
  • Grillpfanne und Grill: Schönere Röststreifen, mehr Kontrolle, aber man muss die Spieße im Blick behalten und wenden. Optisch vielleicht etwas beeindruckender.

In beiden Fällen gilt: Nicht zu lange garen, denn es geht nicht darum, dass der Paneer „gar“ wird. Theoretisch könnt Ihr ihn auch schon roh snacken! Passt eher ein wenig auf und nehmt ihn frühzeitig aus der Hitze, denn Paneer wird bei zu viel Hitze gummiartig – sobald er Farbe hat und die Gemüsestücke leicht gebräunt sind, ist er fertig.

H2: Das Curry als Basis

Zum Kichererbsen-Linsen-Curry gibt es hier nicht viel zu erklären – es ist die perfekte Unterlage für die Spieße. Proteinreich, würzig, und es nimmt den Chutney wunderbar auf. Ich nutze den High Protein Chickpea Lentil Curry Frozen Block von Eat Freda, der direkt aus dem Gefrierfach in die Pfanne kommt. Dazu noch frischen Spinat einrühren, kurz ziehen lassen – fertig.

Paneer Tikka Spieße auf Kichererbsen-Curry

Portionen

2

Portionen
Vorbereitung Paneer

30

Minuten
Zubereitungszeit

40

Minuten

Zutaten

  • Für den selbstgemachten Paneer
  • 1 Liter Vollmilch

  • 3 EL Zitronensaft (alternativ Essig)

  • 0,5 TL Salz

  • Für die Marinade
  • 140 g Naturjoghurt

  • 1 Knoblauchzehe, fein gerieben

  • 1 Stück Ingwer, etwa 2 cm, fein gerieben

  • 1 TL Koriander, gemahlen

  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen

  • 0,5 TL Zimt

  • 0,25 TL Kardamom, gemahlen (optional)

  • 1 Messerspitze Nelke, gemahlen (optional)

  • 0,5 TL Chilipulver

  • 1 TL Kurkuma, gemahlen

  • 0,5 Limette, der Saft davon

  • 0,5 TL Salz

  • Für die Spieße
  • 0,5 Aubergine

  • 0,5 Zucchini

  • 0,5 gelbe Paprika

  • 0,5 grüne Paprika

  • 0,5 rote Paprika

  • 1 rote Zwiebel

  • Für den Koriander-Joghurt-Dip
  • 60 g Naturjoghurt

  • 1 Stiel Minze

  • 0,5 Bund Koriander

  • 1 Knoblauchzehe

  • 0,5 TL Salz

  • Zum Servieren
  • 0,5 Limette, in Spalten geschnitten

  • 1 Packung High Protein Chickpea Lentil Curry (6 Blöcke)

  • frischer Koriander

Anweisungen

  • Paneer zubereiten und marinieren
  • Vollmilch in einem Topf unter Rühren bis kurz unter dem Siedepunkt erhitzen. Hitze reduzieren, Zitronensaft zugeben und etwa 30 Sekunden lang rühren, bis die Milch ausflockt und sich Molke und Käsemasse trennen.
  • Topf vom Herd nehmen und kurz abgedeckt stehen lassen. In der Zwischenziet ein Sieb mit einem sauberen Küchentuch auslege. Den Topfinhalt durch das Sieb geben und Molke abtropfen lassen.
  • Das Tuch fest zusammenschlagen und den Paneer für mindestens 30 Minuten mit einem schweren Gegenstand beschwert kühl stellen, bis er schnittfest ist.
  • Zutaten für die Marinade verrühren. Den Paneer in etwa 2 cm dicke Würfel schneiden und vorsichtig mit der Marinade vermengen. Bis zur Verwendung etwa 30 Minuten kühl stellen. Ihr könnt den PAneer aber auch super schon am Vortag vorbereiten und über Nacht ziehen lassen.
  • Koriander-Joghurt-Dip und Curry vorbereiten
  • Kräuter waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stielen zupfen. Zusammen mit den restlichen Zutaten zu einer glatten Masse pürieren.
  • Frozen Blocks in einen Topf geben und mit geschlossenem Deckel bei niedriger Hitze langsam auftauen und anschließend erhitzen.
  • Spieße zubereiten
  • Gemüse waschen, putzen und in gleich große Scheiben (2 cm) schneiden. Gemüse und Paneer abwechselnd auf 4 Holzspieße fädeln.
  • Spieße mit der übrigen Marinade bestreichen, mit etwas Öl besprühen oder bepinseln und in der Heißluftfritteuse 8-12 Minuten bei 190 °C grillen. Nach der Hälfte der Zeit wenden, mit übriger Marinade bestreichen und den Gargrad prüfen. Paneer und Gemüse sollen gebräunt, aber nicht übergart sein, damit der Paneer nicht zäh wird.
  • Alternativ auf dem Grill oder in der Grillpfanne bei mittlerer Hitze 8-12 Minuten von allen Seiten scharf angrillen.
  • Auf dem Curry anrichten, mit Koriander-Joghurt-Dip beträufeln und mit Limettenspalten und frischem Koriander bestreut servieren.

Notizen

  • Häufige Fragen:
    Kann ich statt Paneer auch Tofu verwenden? Ja – fester Tofu funktioniert gut als vegane Alternative. Am besten vorher gut abtupfen und etwas länger marinieren, da Tofu die Marinade intensiver aufnimmt als Paneer.
    Wie lange hält sich selbstgemachter Paneer? Im Kühlschrank luftdicht verpackt 3–4 Tage. Einfrieren ist ebenfalls möglich, die Textur wird danach etwas fester – was für Tikka aber kein Problem ist.
    Kann ich die Spieße vorbereiten? Ja, die marinierten Spieße lassen sich problemlos über Nacht im Kühlschrank vorbereiten. Das spart Zeit und intensiviert den Geschmack zusätzlich.
    Ist das Rezept glutenfrei? Grundsätzlich ja – allerdings können die Frozen Blocks Spuren von Gluten enthalten. Im Zweifelsfall musst Du selbst entscheiden, ob das für Dich ok ist und selbst die Hinweise auf Deinen Zutaten gegenchecken.
  • Wenn Du die Holzspieße in etwas Wasser einlegst, verbrennen sie nicht ganz so leicht.

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