Ein Klassiker, den Du kochst, wenn Du Soulfood BRAUCHST… aber eigentlich keine Energie mehr hast. Paprika füllen, rein in den Ofen, fertig! Und die letzten Energie-Reserven? Haben wir übrig, um die ultra käsige Sauce Mornay zuzubereiten und die gefüllte Paprika damit zu gratinieren.
Gefüllte Paprika sind eines Gerichte, die definitiv Teil meiner Kindheit waren. Oft gefüllt mit einer Mischung aus Hackfleisch und Reis (im Grunde dieselbe Füllung, die auch in Sarma verwendet wird) und ganz lange in einem eher paprika-lastigen Sud geschmort. Dieses Rezept für gefüllte Paprika ist ein wenig anders: Es ist schneller zubereitet, kommt ganz ohne Fleisch aus, und kommt dafür MIT einer goldenen Käsekruste daher… also perfekt für einen faulen Feierabend. Vor allem, wenn man es sich noch ein bisschen leichter macht und zum Füllen das High Protein Chili sin Carne von Freda (und eine Handvoll Reis) benutzt. Der Clou ist die mit geschmolzenem Käse getunte Bechamelsauce, die Du zum Gratinieren verwendest. Nennt sich in fancy Küchen-Französisch „Sauce Mornay“ und ist hervorragend zum Gratinieren geeignet. Macht sich aber auch super gut als Käsesauce, in Aufläufen, Lasagne oder Mac ’n Cheese!
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Welche Paprika eignet sich am besten?
Für dieses gefüllte Paprika Rezept eignen sich am besten die großen, runden Exemplare. Rote sind am süßesten, gelbe schmecken auch eher fruchtig, die grünen etwas herber – was ich persönlich sehr mag. Apropos mögen: Die süßen Spitzpaprika, dies es manchmal in Supermärkten, vor allem aber in türkischen Märkten gibt, lassen sich auch wunderbar füllen. Hier würde ich Euch aber empfehlen, die nicht längs zu halbieren, weil so kaum Raum für die Füllung entsteht. Hölt sie stattdessen (vorsichtig!) im ganzen aus, füllt sie so und serviert die Käsesauce ggf. separat.
Kleiner Trick am Rande, um die Paprikahälften stabil in der Ofenform zu platzieren: Schneide mit einem scharfen Messer einen schmalen Streifen von der Unterseite der Paprikahälften ab, um eine ebene Fläche herzustellen (ohne ein Loch in das Fruchtfleisch zu schneiden). So lassen sie sich prima aufstellen und kippen trotz der massiven Füllung nicht so schnell um!
Warum Sauce Mornay und nicht einfach Käse drauf?
Gute Frage – und ja, man könnte auch einfach geriebenen Käse auf die Paprika streuen. Aber die Sauce Mornay macht einen echten Unterschied: Sie verbindet sich beim Backen mit der Füllung, läuft leicht in die Paprika hinein und bildet oben eine gleichmäßige, cremige Kruste. Geraspelter Käse allein wird dagegen oft fleckig und trocknet an den Rändern aus.
Sauce Mornay ist im Grunde eine klassische Béchamel – Butter, Mehl, Milch – mit geriebenem Käse aufgegossen. Ich empfehle Cheddar für eine schöne Farbe und kräftigen Geschmack, aber Gruyère oder Emmentaler funktionieren genauso gut. Für andere Rezepte könnt Ihr natürlich nach Lust und Laune die Käsesorten kombinieren, die am besten zum Rezept udn Eurem Geschmack passen!
Der Reis in der Füllung – warum er wichtig ist
Der Reis in der Füllung hat zwei Funktionen: Er bindet das Chili sin Carne, sodass die Füllung beim Anschneiden nicht sofort herausläuft, und er macht das Gericht noch sättigender. Ich verwende hier vorgekochten Reis, um die Garzeit kurz zu halten und die Füllung nicht zu sehr auszutrocknen, denn beim Garen nimmt ungekochter Reis ordentlich Flüssigkeit auf – in diesem Fall eben den Saft des High Protein Chilis. Reste vom Vortag funktionieren perfekt. Oder ihr kocht eine Handvoll Reis für 10 Minuten vor, während Ihr die Paprika preppt und die Käsesauce zubereitet.
Wer keinen Reis zur Hand hat, kann auch Couscous oder Quinoa verwenden – beides bindet ähnlich gut und passt geschmacklich.
Gefüllte Paprika mit Chili sin Carne und Sauce Mornay
4
Portionen20
Minuten30
MinutenZutaten
2 rote Paprika
1 Packung High Protein Chili sin Carne (6 Blöcke)
1 Tasse Reis, vom Vortag oder 10 Min. vorgegart
800 ml passierte Tomaten
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1 EL Olivenöl
- Für die Sauce Mornay
2 EL Butter
2 EL Weizenmehl
250 ml Milch
50 ml Sahne
150 g geriebener Käse (Cheddar, Parmesan oder Gruyere)
Salz, Pfeffer
optional: 1 Prise Muskatnuss
optional: 1 Eigelb (wird erst kurz vor dem Gratinieren unter die lauwarme Sauce gehoben)
zum Servieren: eingelegte Zwiebeln, Jalapeños, frische Kräuter
Anweisungen
- Paprika waschen, längs halbieren und das Kerngehäuse vorsichtig entfernen.
- Aufgetautes Chili sin Carne mit dem Reis mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Paprikahälften damit füllen.
- Knoblauch und Zwiebel schälen und fein hacken.
- Olivenöl in einer Pfanne (oder direkt in einer geeigneten feuerfesten Form) erhitzen, Knoblauch udn Zwiebel darin glasig dünsten. Mit passierten Tomaten ablöschen und kurz aufkochen.
- Entweder in eine Auflaufform geben oder die Paprikahälften direkt im Sugo platzieren.
- Bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) rund 30 Minuten backen und in der Zwischenzeit die Sauce Mornay zubereiten.
- Dazu Butter in einem Topf zerlassen und das Mehl bei mittlerer Hitze darin bräunen.
- Hitze reduzieren und unter ständigem Rühren zunächst ein wenig, anschließend den Rest der Milch und die Sahne angießen. Dabei gründlich und schnell rühren, damit sich keine Klumpen bilden!
- Käse zugeben und unter gelegentlichen Rühren langsam schmelzen lassen. Die Hitze ggf. leicht erhöhen, dabei aber darauf achten, dass das Schmelzen langsam passiert.
- Sauce mit Salz, Pfeffer und optional Muskatnuss abschmecken. 10 Minuten für Ende der Garzeit auf die die Paprikahälften geben und diese gratinieren. Ggf. am Ende für 1-2 Minuten die Grillfunktion nutzen, um die gewünschte Bräunung zu erreichen.
